Steinzeit
Im Steinzeit-Raum werden die Exponate an den beiden Längsseiten in ihrer zeitlichen Abfolge präsentiert, so dass sich die Entwicklung der Steingeräte auf der einen Seite und die der Keramikgefäße auf der anderen Seite nachvollziehen lässt. Der Steinzeit-Raum dient außerdem als Didaktikraum für unterschiedliche museumspädagogische Angebote.
Der Rundgang im Steinzeit-Raum beginnt mit den drei Michelsberger Erdwerken von Heilbronn-Klingenberg, Ilsfeld und Heilbronn-Neckargartach/Neckarsulm-Obereisesheim aus dem 4./3. Jahrtausend v. Chr. Diese 2 bis 20 Hektar großen Anlagen erforderten eine besondere Logistik.
In Fachkreisen überregional bekannt ist Großgartach, ein Ortsteil der heutigen Gemeinde Leingarten. Dort wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Kultur der mittleren Jungsteinzeit von Alfred Schliz quasi entdeckt und beschrieben.
Bisher einzigartig in Mitteleuropa ist der Fund von Talheim aus der Mitte des 6. Jahrtausends v. Chr., einer Zeit, in der in unserer Region die Menschen erstmals sesshaft wurden sowie Ackerbau und Viehzucht betrieben. Damals wurde in Talheim wohl eine ganze Dorfgemeinschaft getötet und in eine Grube geworfen. Deutlich sind die Hiebverletzungen an den Schädeln zu erkennen.
Von den Anfängen der in über 700.000 Jahre nachgewiesenen Menschheitsgeschichte in Süddeutschland sind bisher nur wenige Spuren des Menschen im Heilbronner Raum entdeckt worden. Von Bedeutung sind vor allem die räumlich zwischen zwei berühmten Fundorten von frühen Menschen (Mauer bei Heidelberg und Steinheim a.d.Murr) gelegenen Relikte der eiszeitlichen Tiere aus den so genannten Frankenbacher Sanden.
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