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Geschichte der Sammlung

Die Sammlung der Städtischen Museen Heilbronn ist heute in die Bereiche Archäologie, Kulturgeschichte und Kunst gegliedert. Sie basiert auf einer langen Tradition, wobei der archäologische Zweig am Anfang stand: Bereits im 17. Jahrhundert wurden Bodenfunde geborgen und aufbewahrt. 

Den Ursprung der Städtischen Museen und ihrer Sammlungen bildete 1879 die Gründung des "Historischen Museums" im ehemaligen Fleisch- und Gerichtshaus in der Kramstraße durch den von der Heilbronner Bürgerschaft getragenen "Historischen Verein". Dessen Interesse galt hauptsächlich der Erforschung von Vor- und Frühgeschichte in Stadt und Region. 1914 folgte das Robert-Mayer-Museum für Naturkunde, und 1935 eröffnete die Stadt Heilbronn ein archäologisches Museum, das Alfred-Schliz-Museum im Alten Friedhof. Anfang des 20. Jahrhunderts waren es vor allem die archäologischen Ausgrabungen des Heilbronner Stadtarztes und Altertumsforschers Alfred Schliz (1849 – 1915), die den Sammlungsbestand erheblich vergrößerten. Alle drei Museen und 90 Prozent der Sammlungsbestände wurden am 4. Dezember 1944 durch einen Bombenangriff auf die Heilbronner Innenstadt zerstört. Aus den Trümmern geborgene Überreste der Exponate bildeten 1951 die Grundlage für Konzeption und Aufbau der neuen Städtischen Museen.

Bereits 1955 fand die erste archäologische Ausstellung im wieder aufgebauten Fleischhaus statt. Unter dem ersten hauptamtlichen Museumsdirektor Andreas Pfeiffer wurde ab Ende der 1970er Jahre die museale Präsentation um Kunst- und Kulturgegenstände der Gegenwart erweitert. Seit 1991 werden die Sammlungen im Museum im Deutschhof gezeigt.


Abb.: Blick auf die Außenfassade des Deutschhofs, Deutschhofstraße, 2012
Die Keimzelle der Städtischen Museen Heilbronn: Das alte Historische Museum im ehemaligen Fleischhaus, Foto: Stadtarchiv Heilbronn