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Historie des Deutschhofs

Die Städtischen Museen Heilbronn haben ihre Wurzeln im „Historischen Verein“. Die 1879 von ihm initiierte Museumsgründung ist stärker als andernorts dem kulturellen Engagement von Kaufleuten und Fabrikanten zu verdanken. Zunächst galt das Interesse der Erforschung der Vergangenheit von Stadt und Region. Dieser Schwerpunkt wurde um eine stadtgeschichtliche Sammlung ergänzt; im Jahr 1916 kam das Robert-Mayer-Museum für Naturkunde hinzu. Mitte der 1930er Jahre waren die Exponate auf drei Häuser – entsprechend der Sammlungsgebiete Stadtgeschichte, Naturkunde sowie Vor- und Frühgeschichte – verteilt. Diese Gebäude und mit ihnen rund 90 Prozent der Bestände wurden durch einen Bombenangriff am 4. Dezember 1944 größtenteils zerstört. Daraus leitete sich das Interesse an den noch verfügbaren (stadt-)historischen Gegenständen ab, die den Wiederaufbau und die 1960er Jahre kennzeichnen.

Ende der 1970er Jahre, mit der Berufung von Dr. Andreas Pfeiffer zum ersten hauptamtlichen Museumsleiter, wurde die museale Präsentation durch Kunst- und Kulturgegenstände der Gegenwart erweitert. Mit der Ausrichtung der Sammlung auf die Gattung Skulptur erhielt das Kunstmuseum der Städtischen Museen Heilbronn ein spezifisches Profil.

Heute bieten die unterschiedlichen Sammlungsbereiche die einmalige Chance, interdisziplinäre Ausstellungsprojekte durchzuführen und den breit gefächerten Interessen des Publikums entgegenzukommen.