Kunst- und Skulpturensammlung im Museum im Deutschhof
Seit der Museumsgründung 1879 gehören Kunstwerke zur Sammlung. Die frühen Inventarverzeichnisse der Städtischen Museen von 1906 und 1917 dokumentieren die Existenz eines Sammlungsbestands, der jedoch nur im Kontext des Historischen Museums gezeigt wurde. Diese Sammlung wurde bis auf wenige Ausnahmen bei einem Bombenangriff am 4. Dezember 1944 vernichtet.
Durch die Konzentration auf die Vor- und Frühgeschichte sowie auf eine stadthistorische Sammlung wurde der Bestand mit der Berufung des ersten hauptamtlichen Museumsleiters systematisch durch künstlerische Werke ausgebaut. Seitdem wird einerseits das regionale Profil gepflegt, das im 19. Jahrhundert durch Künstler wie Heinrich Friedrich Füger (1751-1818) und Carl Doerr (1777-1842) repräsentiert wird, während Künstler wie Hal Busse (geboren 1926), Hans Schreiner (geboren 1930) und Peter Riek (geboren 1960) stellvertretend für das 20. und 21. Jahrhundert stehen. Überregionale Wirkung entfaltet die international ausgerichtete Sammlung von Kleinplastik, die u.a. Werke von Auguste Rodin, Alberto Giacometti und Henry Moore umfasst.